News & Rennberichte zu Marc Lieb
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Vier Porsche 911 GT3 RSR unter den besten Acht
Stuttgart. Die Vorjahressieger haben bei der 79.
Auflage des Langstreckenklassikers das Podium knapp verpasst. Nach 24
Stunden wurde das Team Felbermayr-Proton mit den Porsche-Werksfahrern
Marc Lieb (Ludwigsburg), Richard Lietz (Österreich) und Wolf Henzler
(Nürtingen) als Vierte der Sportwagen-Klasse GTE Pro abgewinkt. Das
französische Team IMSA Performance Matmut holte im 911 GT3 RSR den
fünften Rang vor dem Team Flying Lizard Motorsports aus den USA. Der
belgische Elfer von ProSpeed Competition beendete die 24 Stunden von Le
Mans als Achter. In der Klasse GTE Am, in der nur ein Profirennfahrer
pro Auto und lediglich Vorjahresfahrzeuge gestattet sind, feierte das
französische Team Larbre Competition einen zweiten Platz mit dem 911 GT3
RSR.
Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen: „Alle unsere Teams
sind sehr gut vorbereitet in das Rennen gegangen. Der Porsche 911 GT3
RSR hat sich unter schwierigsten Bedingungen als enorm standfest und
zuverlässig erwiesen. Leider mussten unsere Teams zwei Unfälle
verkraften. Die von uns erwarteten Performance-Unterschiede, die auf die
aktuellen Einstufungen – „Balance of Performance“ – zurückzuführen
sind, hat man auch im Rennen deutlich gesehen. Leider waren die
schnellsten 911 GT3 RSR zusätzlich von dem Phänomen betroffen, dass sie
die eigentlich kalkulierte Rundenzahl pro Reifensatz nicht erzielen
konnten, was eine Reihe zusätzlicher Reifenwechsel bedeutet hat. Unter
diesen Umständen können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein – vor allem
in der GTE-Am-Klasse, in der eines unserer Teams auf dem Podium gelandet
ist. Ich gratuliere allen Teams, Fahrern und Partnern, die zu diesem
guten Ergebnis beigetragen haben.“
Wie schon 2010 glänzte die
bestplatzierte Porsche-Crew mit hoher Zuverlässigkeit in allen
Bereichen. Die Fahrer Marc Lieb, Richard Lietz und Wolf Henzler fuhren
ein von zahllosen Unfällen und Safety-Car-Phasen geprägtes Rennen
fehlerfrei zu Ende. Nur in der Anfangsphase verlor das Team mehr als
eine Runde, erst an der roten Ampel bei der Boxenausfahrt, dann wegen
eines Reifenschadens, der auch eine Reparatur an der Karosserie nach
sich zog. Ansonsten musste der blaue 911 GT3 RSR lediglich zum
Reifenwechsel und Tanken die Boxen ansteuern. Dabei überzeugte die
Boxenmannschaft des Teams Felbermayr-Proton unter Leitung von Teamchef
Christian Ried erneut durch schnelle Stopps.
Auch
Porsche-Werksfahrer Patrik Pilet (Frankreich) verlor im Elfer von IMSA
Performance Matmut in der Schlange an der roten Boxenausfahrtsampel
Zeit. Kurz vor Mitternacht lagen Pilet und seine Fahrerkollegen,
Teambesitzer Raymond Narac und sein französischer Landsmann Nicolas
Armindo, daher nur auf dem achten Platz in der GTE-Pro-Klasse. Mit
konstanten Rundenzeiten und einem problemlos laufenden Elfer kämpfte
sich das Trio mit den beiden Le-Mans-Routiniers Pilet und Narac und dem
24-Stunden-Neuling Armindo auf Platz fünf nach vorne.
Einen
abwechslungsreichen Marathon haben die Piloten von Flying Lizard
Motorsports hinter sich. In der Anfangsphase passte die Abstimmung noch
nicht hundertprozentig, außerdem war ein Reifenschaden zu beklagen. Die
Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Patrick Long (USA) lagen
zusammen mit Lucas Luhr (Ermatingen) zwischenzeitlich dennoch auf einem
aussichtsreichen vierten Platz. Sie fielen wegen eines technischen
Problems auf den achten Rang zurück und waren zufrieden, das schwierige
Rennen als Sechste zu beenden.
Kämpfen bis zum Schluss – das war
auch die Devise der belgischen Mannschaft. Werksfahrer Marco Holzer
(Lochau), der Belgier Marc Goossens und der Niederländer Jaap van Lagen
hatten sich im ersten Renndrittel bis fast an die Spitze herangearbeitet
und erreichten wegen Zeitverlust durch zwei kleinere Reparaturpausen
den achten Platz der Klasse. Den unermüdlichen Mechanikern von ProSpeed
Competition wurde eine besondere Ehre zuteil: Sie erhielten den bereits
zum 36. Mal verliehenen „Prix ESCRA“ als beste Boxen-Crew des gesamten
Rennens.
In der Kategorie GTE Am freute sich Larbre Competition
über Platz zwei mit dem Vorjahres-Elfer und den Fahrern Christophe
Bourret, Pascal Gibon und Jean-Philippe Belloc (alle Frankreich). Zwei
911 GT3 RSR fielen nach unverschuldeten Unfällen aus. Davon betroffen
war das zweite Fahrzeug von Felbermayr-Proton. Wegen eines
Reifenschadens flog Abdulaziz Al Faisal (Saudi-Arabien) in der schnellen
Indianapolis-Kurve von der Strecke. Der Pro-Elfer, den er mit Nick
Tandy (Großbritannien) und Bryce Miller (USA) geteilt hatte, war zu
schwer beschädigt, um ihn während des Rennens zu reparieren. Al Faisal
entstieg dem Auto zum Glück unverletzt. Horst Felbermayr Senior (Team
Proton Competition) wurde kurz vor 8.00 Uhr am Morgen Opfer eines
Konkurrenten, der mit großer Wucht die Fahrerseite des 911 GT3 RSR aus
der GTE-Am-Klasse traf. Der Österreicher wurde zur Untersuchung ins
Krankenhaus gebracht.
Rennergebnisse
| POS. | DRIVER | CAR | CLASS | POINTS |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Garcia/Milner/Beretta | Chevrolet Corvette C6 ZR1 | ||
| 2 | Fisichella/Bruni/Vilander | Ferrari 458 Italia | ||
| 3 | Priaulx/Müller/Hand | BMW M3 GT | ||
| 4 | Lieb/Lietz/Henzler | Porsche 911 GT3 RSR | ||
| 5 | Pilet/Narac/Armindo | Porsche 911 GT3 RSR | ||
| 6 | Bergmeister/Long/Luhr | Porsche 911 GT3 RSR | ||
| 7 | ||||
| 8 | Holzer/Goossens/van Lagen | Porsche 911 GT3 RSR |






