News & Rennberichte zu Marc Lieb
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Porsche-Piloten bauen mit Sieg Tabellenführung aus
Stuttgart. Mit einem überragenden Sieg bei der
Premiere der Le Mans Series in Ungarn haben die Porsche-Werksfahrer Marc
Lieb (Ludwigsburg) und Richard Lietz (Österreich) ihre Chancen auf eine
erfolgreiche Titelverteidigung deutlich verbessert. Im Porsche 911 GT3
RSR des deutsch-österreichischen Teams Felbermayr-Proton setzten sie
sich beim 1000-Kilometer-Rennen auf dem Hungaroring vor den Toren
Budapests in der Klasse GT2 erneut gegen die Ferrari durch und bauten
damit ihre Tabellenführung vor dem Finale am 12. September in
Silverstone weiter aus.
In einem vom Start bis ins Ziel hart
umkämpften Rennen mit zahlreichen Führungswechseln sicherten sie sich
ihren dritten Sieg im vierten Rennen der Saison. Als am Sonntag um 22.00
Uhr nach sechs Stunden die Zielflagge fiel, hatten sie 9,9 Sekunden
Vorsprung vor dem bestplatzierten Ferrari. Der Schlüssel zum Erfolg war
neben der starken fahrerischen Leistung von Marc Lieb und Richard Lietz
einmal mehr das perfekte Teamwork der Boxenmannschaft. Allein den
entscheidenden letzten Stopp, zu dem Marc Lieb eine gute Stunde vor dem
Ziel als Zweiter in die Boxengasse abbog, absolvierte die
Felbermayr-Proton-Mannschaft um zwölf Sekunden schneller als die
stärksten Verfolger. Dadurch ging Richard Lietz als neuer Spitzenreiter
zurück auf die Strecke und verteidigte seine Führung mit dem erneut
extrem zuverlässigen Sportwagen aus Weissach mit großem Einsatz bis ins
Ziel.
„Das war unser härtestes Rennen in dieser Saison. Die
Ferrari haben uns das Leben bis zum Schluss sehr schwer gemacht“, sagte
Richard Lietz. „Erst in den letzten Runden konnte ich mich etwas
absetzen. Dieser Sieg ist auch deshalb so wertvoll, weil wir wieder mal
einen schwierigen Start von weit hinten hatten. Im Qualifying müssen wir
unbedingt was tun. Doch da werden wir uns auch noch verbessern.“ Marc
Lieb sagte mit einem Augenzwinkern: „Wir haben 100 Liter Freibier für
gute Boxenstopps ausgesetzt. Unser Team hat auch heute wieder die besten
Stopps gemacht und uns damit an die Spitze gebracht. Vor allem der
letzte Stopp war weltklasse.“
Den Porsche-Erfolg auf dem
anspruchsvollen Grand-Prix-Kurs komplettierte Porsche-Werksfahrer
Patrick Pilet (Frankreich), der zusammen mit seinem Landsmann Raymond
Narac im 911 GT3 RSR des französischen Teams IMSA Performance Matmut als
Dritter seinen ersten Podiumsplatz in dieser Saison holte. „Endlich ist
der Knoten geplatzt“, sagte er. „Wir waren in dieser Saison bei jedem
Rennen so nah am Podium und hatten dann immer irgendwelche Probleme.
Doch jetzt ist das alles vergessen. Hier Dritter zu werden, war sehr,
sehr schwierig. Aber wir haben gezeigt, dass wir mit der Spitze
mithalten können. Jetzt noch der erste Sieg in Silverstone – das wäre
die Krönung.“
Zur guten Mannschaftsleistung von Porsche auf dem
Hungaroring trugen auch Porsche-Werksfahrer und Le-Mans-Sieger Romain
Dumas (Frankreich) sowie Martin Ragginger (Österreich) und Christian
Ried (Schönebürg) bei. Mit dem zweiten 911 GT3 RSR von Felbermayr-Proton
belegten sie in dem Klassefeld den siebten Platz und festigten damit
vor dem Saisonfinale ihren dritten Rang in der Punktetabelle.
„Das
war ein tolles Ergebnis für Porsche. Glückwunsch an Marc und Richard zu
diesem äußerst wichtigen Sieg“, sagte Romain Dumas. „Mit meinem Stint
war ich absolut zufrieden. Es hat großen Spaß gemacht, auf so einer
schwierigen Strecke gegen die besten GT-Piloten Europas zu fahren.“
Martin Ragginger, der am Vormittag noch beim Porsche Carrera Cup in
Zandvoort/Niederlande am Start war, sagte: „Was für ein turbulentes
Wochenende. Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich zwei Rennen in
verschiedenen Ländern an einem Tag gefahren. Ein unvergessliches
Erlebnis. Hier war für uns vor allem wichtig, unseren dritten Platz in
der Meisterschaft zu untermauern. Jetzt freue ich mich auf das Finale in
Silverstone.“
Als schnellster Porsche des Qualifyings gestartet,
kam der 911 GT3 RSR der belgischen Mannschaft von Prospeed Competition
mit dem Briten Richard Westbrook und Porsche-Junior Marco Holzer
(Bobingen) im Cockpit nicht ins Ziel. Der dritte 911 GT3 RSR von
Felbermayr-Proton mit Marco Seefried (Nürnberg) und seinen Teamkollegen
Horst Felbermayr sen. und jun. holte dagegen als Elfter noch
Meisterschaftspunkte.
Das fünfte und letzte Saisonrennen der Le
Mans Series wird am 12. September auf dem Grand-Prix-Kurs in
Silverstone/Großbritannien ausgetragen.
Rennergebnisse
| POS. | DRIVER | CAR | CLASS | POINTS |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Lieb/Lietz | Porsche 911 GT3 RSR | GT2 | |
| 2 | Kirkaldy/Mullen | Ferrari F430 GT | GT2 | |
| 3 | Pilet/Narac | Porsche 911 GT3 RSR | GT2 | |
| 4 | Alesi/Fisichella/Vilander | Ferrari F430 GT | GT2 | |
| 5 | Lopez/Parente | Ferrari F430 GT | GT2 | |
| 6 | Bell/Turner | Aston Martin | GT2 | |
| 7 | Ragginger/Dumas/Ried | Porsche 911 GT3 RSR | GT2 |





