News & Rennberichte zu Marc Lieb
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Tabellenführer holen im 911 GT3 RSR Podiumsplatz
Stuttgart. Der dritte Lauf zur Le Mans Series
auf dem Algarve-Kurs im Süden Portugals war in der GT2-Klasse an
Spannung nicht zu überbieten. Nach knapp sechs Rennstunden mit
ungezählten Zweikämpfen, Überholmanövern und Positionswechseln fuhren
die Titelverteidiger im Porsche 911 GT3 RSR glücklich als Dritte über
die Ziellinie. Die Porsche-Werksfahrer Marc Lieb (Ludwigsburg) und
Richard Lietz (Österreich) verteidigten mit dem Podiumsplatz zwei Rennen
vor Saisonende ihre GT2-Tabellenführung. Mit Rang fünf sicherte sich
auch das Fahrertrio im zweiten Elfer des deutschen
Felbermayr-Proton-Teams erneut wertvolle Punkte.
„Die Konkurrenz
war diesmal richtig stark“, sagte der dreimalige GT2-Meister der Le Mans
Series, Marc Lieb. „Der Führende war nicht zu kriegen. Mit den anderen
haben wir bis zur letzten Minute um die Position gekämpft und so unser
Hauptziel erreicht, die Tabellenführung zu verteidigen.“ Dass es am Ende
nicht zu Rang zwei reichte, lag an einem kleinen Defekt. Nach zwei
Rennstunden hatte Richard Lietz nur 20 Sekunden Rückstand auf den
Führenden, als er wegen Vibrationen die Box ansteuern musste. Unterm
Radhaus hatte sich die Schale gelöst. Der zusätzliche Stopp warf das Duo
eine ganze Runde zurück – und im Ziel fehlte auf den zweitplatzierten
Ferrari nur eine gute Sekunde. „Unser Auto war schwer zu fahren, weil
wir erstmals keine richtig gute Abstimmung hingekriegt haben“, sagte
Lietz. „Auch deshalb sind wir glücklich über Platz drei – und darüber,
dass wir gute Punkte mitnehmen.“
Auch die zweite Felbermayr-Crew
lieferte sich spannende Duelle mit starken Konkurrenten, wie etwa den
ehemaligen Formel-1-Fahrern Giancarlo Fisichella und Jean Alesi. Die
beiden Felbermayr-Stammfahrer Martin Ragginger (Österreich) und
Christian Ried (Schönebürg) wurden auf dem 4,655 Kilometer langen
Autodromo Internacional do Algarve von Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler
(Nürtingen) unterstützt, der zusammen mit Lieb und Lietz Mitte Juni das
24-Stunden-Rennen von Le Mans gewonnen hat. „Die Zweikämpfe haben großen
Spaß gemacht und die letzten zwei Stunden in der Nacht zu fahren, war
auch etwas ganz Besonderes“, freute sich Teamneuzugang Henzler. Mit dem
fünften Rang in Portugal haben Ried und Ragginger auch ihren dritten
Tabellenplatz in der GT2-Fahrerwertung verteidigt.
Enttäuscht
verließen dagegen die beiden Porsche-Kundenteams aus Frankreich und
Belgien den Süden Portugals. Porsche-Werksfahrer Patrick Pilet und
Raymond Narac (beide Frankreich) waren sehr zuversichtlich ins Rennen
gestartet. „Von der ersten Trainingsminute an hat unser 911 GT3 RSR gut
gelegen, wir waren sicher, einen Podiumsplatz zu holen“, sagte Pilet.
Ein Problem mit dem Gaszug und dessen Reparatur raubte den Franzosen vom
Team IMSA Performance Matmut früh im Rennen alle Podiumschancen. Sie
erreichten als Zehnte der GT2-Klasse das Ziel.
Noch schlimmer
traf es ProSpeed Competition und seine Fahrer, Porsche-Junior Marco
Holzer (Bobingen) und Richard Westbrook. Dem Briten war vom neunten
Startplatz aus eine sensationelle Startphase gelungen. Als Dritter der
Klasse übergab er das Steuer des 911 GT3 RSR beim ersten Boxenstopp an
Holzer, der die Position hielt – bis nach zwei Rennstunden eine
gebrochene Felge das Aus bedeutete. „Es ist ein Jammer“, sagte
frustriert Marco Holzer. „Unser Auto war gigantisch, alles hat gepasst.
Der einzige Trost ist, dass wir als neues Team in der Serie von den
Zeiten her endlich bei der Musik sind.“
Rennergebnisse
| POS. | DRIVER | CAR | CLASS | POINTS |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Bruni/Melo | Ferrari F430 GT | GT2 | |
| 2 | Fisichella/Vilander/Alesi | Ferrari F430 GT | GT2 | |
| 3 | Lieb/Lietz | Porsche 911 GT3 RSR | GT2 | |
| 4 | Bell/Turner | Aston Martin V8 Vantage | GT2 | |
| 5 | Ried/Ragginger/Henzler | Porsche 911 GT3 RSR | GT2 | |
| 6 | Perez Companc/Russo | Ferrari F430 GT | GT2 |



