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Porsche-Teams mit starkem Auftritt – aber ohne Happy End
Stuttgart. Nach vier Gesamtsiegen in Folge beim
24-Stunden-Rennen Nürburgring in den Jahren 2006 bis 2009 präsentierten
sich die Porsche-Teams in diesem Jahr erneut stark, aber ohne das nötige
Quäntchen Glück. In einem an Spannung und Dramatik kaum zu
überbietenden Rennen bestimmten Porsche-Fahrzeuge rund 15 Stunden das
Geschehen an der Spitze.
Die Serie an Ausfällen fand ihren
traurigen Höhepunkt mit dem Ende der achtstündigen Führung des Porsche
911 GT3 R Hybrid. Bis dahin konnte der innovative Rennwagen aus Weissach
den eindeutigen Beweis antreten, dass die von Porsche entwickelte
Hybridtechnologie auf der Rennstrecke absolut konkurrenzfähig ist und
zugleich einen deutlichen Verbrauchsvorteil darstellt.
Nach 22
Stunden und 15 Minuten rollte der orange-weiße 911 GT3 R Hybrid in
Führung liegend im Streckenabschnitt Metzgesfeld mit Motorschaden aus.
„Ich habe ein lautes Geräusch aus dem Heck gehört und plötzlich keinen
Vortrieb gehabt“, beschreibt Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister
(Langenfeld) das unvermittelte Ende aller Siegträume.
Trotz des
enttäuschenden Rennens zieht der Vorsitzende des Vorstandes der Porsche
AG, Michael Macht, der das Rennen am Sonntag vor Ort verfolgte, ein
positives Fazit: „Zum Sieg hat es nicht gereicht, aber dennoch hat die
Porsche-Hybridtechnik bei einem der härtesten Rennen der Welt ihr
Potenzial eindeutig bewiesen. Wir werden dieses innovative
Antriebskonzept weiterentwickeln. Das war ganz sicher nicht der letzte
Rennstreckenauftritt eines Porsche-Hybridrennwagens.“
Wolfgang
Dürheimer, Vorstand für Forschung und Entwicklung der Porsche AG, blickt
bereits in die Zukunft: „Der 911 GT3 R Hybrid hat bewiesen, dass sich
höchste Performance und einzigartige Effizienz nicht ausschließen. Er
hat vielmehr den technologischen Weg für den Rennsport der Zukunft
aufgezeigt.“
Alle Erwartungen übertreffen konnte der
straßenzugelassene Porsche 911 GT3 RS, der den Weg zum Nürburgring auf
eigener Achse zurückgelegt hatte. Ex-DTM-Pilot Roland Asch (Ammerbuch),
Rennfahrer und TV-Moderator Patrick Simon (Wiesbaden) sowie die
Journalisten Horst von Saurma (Stuttgart) und Chris Harris
(Großbritannien) belegten im Feld der rund 200 Fahrzeuge den
erstklassigen 13. Rang. „Wir sind total aus dem Häuschen“, freute sich
Asch. Der Schwabe und seine drei Teamkollegen absolvierten insgesamt 145
Rennrunden ohne jegliche technische Probleme. „Dass man mit einem ganz
normalen Straßenauto in so einem strapaziösen Rennen nicht nur
mithalten, sondern auch noch so weit nach vorne fahren kann, hätte ich
in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet. Nach diesem Rennen steht für
mich außer Frage: Der Porsche 911 GT3 RS ist der beste Sportwagen der
Welt!“
Die Pechsträhne der reinrassigen Renn-Neunelfer nahm
bereits weit vor dem Ausfall des 911 GT3 R Hybrid ihren Lauf. Bereits
nach fünf Rennstunden schied Chris Mamerow (Castrop-Rauxel) im 911 GT3 R
des Teams Mamerow Racing wegen eines Unfalls aus. Zweieinhalb Stunden
später wurde der Favorit auf den Gesamtsieg durch einen unverschuldeten
Unfall abrupt aus dem Rennen geworfen. Der 911 GT3 R von Manthey Racing,
dem Siegerteam der vergangenen vier Jahre, führte von der ersten
Rennrunde an und lag mit großem Abstand an der Spitze, als er von einem
Fahrzeug getroffen wurde, das quer über die Strecke schleuderte. Die
schwere Beschädigung des Elfers bedeutete das frühe Aus für das
erfolgsverwöhnte Fahrerquartett mit den Werksfahrern Marc Lieb
(Ludwigsburg), Timo Bernhard (Dittweiler) und Romain Dumas (Frankreich)
sowie Manthey-Pilot Marcel Tiemann (Monaco).
Sowohl der 911 GT3 R
des Wochenspiegel Team Manthey als auch der des Haribo Team Manthey
mussten nach Defekten im Antriebsstrang aufgeben. Für das
Wochenspiegel-Auto war bereits bei Halbzeit des Rennens Schluss, die
Besatzung des Haribo-Elfers fiel viereinhalb Stunden vor Rennende aus.





